EZ TATTOO OFFIZIELL
Mit über 23.000 Bestellungen
Was ist die „Taper“ bei einer Tätowiernadeln?
Was ist die Nadeltaperung?
|
Die Nadeltaperung bezeichnet den Abstand von der Spitze der Tattoonadel bis zu dem Punkt, an dem die Nadel ihre maximale Dicke erreicht. Diese Taper-Messung gilt für jede einzelne Nadel innerhalb der Konfiguration. Tattoonadeln mit längeren Taperungen sind schärfer aufgrund ihrer steileren Nadelspitzen. Dadurch stoßen Nadeln mit längerer Taperung auf weniger Widerstand durch die Haut, was zu weniger Trauma pro Durchgang führt.
- Nadeln gibt es in verschiedenen Taperungen, wobei eine kurze Taperung (ST) der Standard ist.
- Kurze Taperung (ST oder S für „Standard“): 2,5 mm
- Lange Taperung (LT): 5 mm
- Doppelt lange Taperung (DLT): 7 mm
- Extra super lange Taperung (ESLT): 8,0 mm
Obwohl diese Maße häufig verwendet werden, halten sie sich nicht immer an strenge Normen. Verschiedene Firmen bieten Variationen wie kurz, mittel und lang an, jeweils mit unterschiedlichen Längen vor Erreichen der extra langen Taperung.
Warum ist die Nadeltaperung wichtig?
Der Tintenfluss aus der Nadel wird von ihrer Taperung beeinflusst. Eine längere Taperung begrenzt die Menge an Tinte, die abgegeben werden kann, was zu einem längeren Tätowierprozess und einem erhöhten Risiko für Hautschäden führt. Bei feinen Details oder präzisem Linienziehen bietet eine länger getaperte Nadel mit langsamerem Tintenfluss den Künstlern jedoch mehr Kontrolle über die Anwendung. Diese langsamere Tintenverteilung ermöglicht Schichtungen und sanftere Farbübergänge. Andererseits sind kurz getaperte Nadeln, obwohl sie etwas weniger präzise sind, weithin als Industriestandard anerkannt. Sie sorgen für einen gleichmäßigen Tintenfluss und effiziente Farbsättigung ohne übermäßiges Nachziehen.
Jede Art von Tattoonadel hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Während bestimmte Nadeln bei speziellen Aufgaben besser geeignet sind, gibt es keine absoluten Regeln, welche Nadel verwendet werden sollte. Ähnliche Effekte lassen sich auch mit alternativen Nadeln erzielen. Letztlich hängt die Wahl der Nadel stark von der persönlichen Vorliebe ab.
Wie wird jede Taperung verwendet?
Generell führen längere Taperungen zu einer geringeren Tintenpenetration in die Haut, da diese Nadeln kleinere Löcher erzeugen. Diese Eigenschaft ist vorteilhaft für das Verblenden von Schwarz- und Grautönen sowie für feine Details, jedoch nicht ideal für Farbfüllungen. Für Farbfüllungen wird eine Nadel mit kurzer Taperung bevorzugt.
Kurze/Standard Taperung (ST, S)
Durch größere Löcher in der Haut packen ST-Nadeln Farben effektiv. Beim Einbringen der Tinte liegt der Fokus mehr darauf, die Tinte in die Haut zu bringen als auf Präzision. Daher eignen sich ST-Nadeln gut für Stippling, große Flächen, Hintergründe sowie kräftige, traditionelle und Tribal-Tattoos.
Lange Taperung (LT)
Für dünne Linien, besonders an schwierigen Stellen wie den Rippen, lohnt es sich, mehr Zeit für das Tattoo aufzuwenden, um die erforderliche Präzision zu erreichen, auch wenn dabei weniger Tinte in die Haut gelangt. Dafür sind länger getaperte Nadeln mit engeren Gruppierungen, oft als Bugpins bezeichnet, ideal. Diese Nadeln ermöglichen sanfte Verläufe und Schattierungen, die für filigrane Porträtarbeiten notwendig sind.
Doppelt lange Taperung (DLT) +
Wenn Sie noch mehr Präzision oder sanftere Verläufe wünschen, sollten Sie längere Taperungen als bei einer LT-Nadel in Betracht ziehen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass je länger die Taperung, desto empfindlicher die Nadel wird. Seien Sie daher beim Eintauchen vorsichtig, da eine lang getaperte Nadel anfälliger für Schäden ist, wenn sie mit Tintenbehältern in Kontakt kommt. In solchen Fällen empfiehlt es sich, die Tattoonadeln zu wechseln.
Strukturierte Nadeln
|
Eine weitere Option, die neben verschiedenen Faktoren zu berücksichtigen ist, sind „strukturierte“ Nadeln zum Tätowieren. Diese Nadeln haben feine Vertiefungen oder Rillen, die mehr Tinte halten, was sie für Farbfüllungen vorteilhaft macht. Allerdings können strukturierte Nadeln mehr Unbehagen beim Kunden verursachen und potenziell die Haut stärker schädigen, sodass weniger Durchgänge nötig sind.